Ausstattung

Autor: Butschkow am 17.05.2019


blog

Kleines Hotel auf Mallorca. Günstig für das sonstige Preisniveau der örtlichen Unterkünfte, wunderschön gelegen, normale Grundausstattung, sauber – es ist absolut in Ordnung - bis ich die Schubladen in der Küche aufziehe. Nein, in der Preisklasse erwarte ich keine WMF-Edelstahl-Vollausstattung, aber es gibt zwischen Luxusküche und Küchenendlager noch ein ganz schlichtes, aber praktikables Inventar, welches eine elementare Selbstversorgung erlaubt. Ich finde im Besteckkasten Gabeln, Messer und Löffel aus den verschiedensten Epochen, ganz sicher aus den Kindertagen Armin des Cheruskers, ergänzt durch Artikeln aus Erbmassen oder Wohnungsauflösungen. Kein Messer wäre in der Lage, einem auch nur die kleinste Verletzung zuzufügen, der Pfannenheber stammt aus einer ägyptischen Grabbeilage, das Sieb aus dem Nachlass vom ersten deutschen Fernsehkoch Clemens Wilmenrod und die Pfanne reicht nur noch zur Selbstverteidigung. Dass ein Frühstücksbrettchen dieses Ensemble krönt, entzückt mich – bis zu dem Augenblick, als ich es aufnehmen will. Denkste: Es ist mehrfach mit dem Küchentresen verleimt. Offenbar klauen Hotelgäste mit Vorliebe Frühstücksbrettchen. Jedenfalls auf Mallorca. Am nächsten Morgen wagen wir uns dennoch an Spiegeleier. Sie gelingen, klammern sich aber an der Pfanne fest. Der ägyptische Pfannenheber zerbricht an der schwarzen Krustenkante. Wir spachteln die Eier mit einem Drahtbügel aus der Pfanne. Immerhin stimmt die Ausstattung im Kleiderschrank.

Übel

Autor: Butschkow am 10.05.2019


Übel

„Komisch, früher waren viel mehr Insekten auf der Windschutzscheibe“, sagt er. „Stimmt“, antworte ich, „daran sieht man, wie sich alles verändert hat.“ „Manchmal klatschten Riesenbrummer dagegen, hat richtig gerumst.“ „Allerdings“, sage ich. „Manche hinterließen so gelbe Schleifspuren“, meint er. Daran kann ich mich auch gut erinnern. „Andere zerplatzten blutverschmiert wie eine Bombe“, sagt er. Ich fange an mich unwohl zu fühlen. „Ein einziges Schlachtfeld mit Insektenschleim und organischer Matsche“, stöhnt er. Ich räuspere und sage mit belegter Stimme: „Du sagst es, alles klar.“ „Eiter und Sekrete einer vom Aufprall atomisierten Kreatur“, meint er. Ich stoße unangenehm auf. „Man brauchte einen Schaber, um diese schmierige Masse von der Scheibe zu kratzen“, sagt er. Ich übergebe mich. „Aber wirklich“, sagte er.


Schlagworte: butschkow, humor, blog, Übel

BUTSCHKOW – eine zeichnerische Biografie

Buch | 62436989_2145476752242276_8.jpg

Ich habs getan! Gegraben, gesucht, gefunden – und in 160 farbigen Seiten liebevoll und hart gebunden:
BUTSCHKOW – eine zeichnerische Biografie
Butschkow-Cartoons von 1962 – 2019. Inkl. einer kurzweiligen Schilderung meiner Karriere vom ersten Strich bis zum aktuellen Punkt. In limitierter Auflage gedruckt, für alle Fans und Freunde, die viel Spaß daran haben werden. Wie ich.
Das Video bei Facebook

Zu beziehen für 20.- Euro, inkl. Porto und Verpackung – und einem Cartoonkartengeschenk (!) – auf Wunsch gern auch handsigniert, über p.butschkow@gmail.com oder per Facebook Nachricht:

1. Mir Bestellung mit Adresse schreiben.
2. Ich schicke Kontonummer.
3. Nach Bezahlung freudig das Werk erwarten.




Kaum zu glauben, aber bald ist 2020.

Kluge Menschen leben im Jetzt – und planen langfristig.
Für alle: Ab Juni rollt die neue Butschkow-Kalenderwelle,
hier an dieser Stelle!



Überleben im Garten von Peter Butschkow ist da!

Überleben im Garten | ueberleben_1.jpgÜberleben im Garten | ueberleben2_1.jpg

Pünktlich zum Frühlingsbeginn gibt es eine lustige Überlebenshilfe für alle Gründäumler!


Im Frühling ein Blütenmeer, im Sommer ein zweites Wohnzimmer – leider auch bei den Nachbarn – im Herbst ein Freiluft-Fitness-Center und im Winter außer Dienst.


Wie Sie und Ihre Pflanzen das ganze Jahr am besten Überleben, das zeigt Peter Butschkow mit seinen erdverbundenen, humorvollen Texten, einem Strauß bunter Cartoons, blumigen Gedichten und knackigen Rätseln.


Peter Butschkow ist ein echtes Berliner Urgewächs mit Sehnsucht nach ländlichem Sauerstoff. Im Jahr 1944 wurde er in Berlin gezüchtet und aufgezogen. Mittlerweile wohnt der Cartoonist und Autor im Norden Deutschlands, in einem Haus mit Garten und Nachbarn. Er versorgt seinen Rhododendron und seine Leser regelmäßig mit Wasser und gutem Humor.