Straßenkampf

Autor: Butschkow am 28.06.2019


Straßenkampf

Ich fahre nach Hamburg zu einem Termin. Bei mir auf dem Dorf gibt es keine Parkplatzprobleme und schon gar nicht so viel Autos. Die Schönheit Hamburgs ist mit hässlichem Blech geschminkt, eng an eng stehen sie, alle Straßen sind komplett vollgeparkt. Ich drehe meine Runden auf der Suche nach einer Parklücke. Als ich in eine Seitenstraße einbiege, kommt mir ein Kurierfahrer entgegen, der wohl härteste Gegner, den man sich vorstellen kann. Es gibt für uns beide kein Vorbeikommen. Schnauze an Schnauze stehen wir uns gegenüber. Nichts geht mehr, er weicht nicht zurück – ich auch nicht. Zwei Gladiatoren im Kampfwagen. Ich kann den Fahrer gut erkennen, eindeutig ein Mann osteuropäischen Ursprungs, die Typen die man engagiert, wenn ein Kunde seine Rechnung nicht bezahlt. Ich gebe nach, mein Termin brennt. Beim Zurücksetzen in eine Hauseinfahrt ramme ich noch einen Pfosten. Na, toll. Mit triumphaler Siegermiene passiert er mich. Fünfzehn Minuten verspätet betrete ich die Redaktion. „Ich hab so schwer einen Parkplatz gefunden“, entschuldige ich mich. Die Botschaft geht wie ein Lauffeuer durch die Büros. Eine Sekretärin bietet mir für ihn spontan 20 Euro. Immer langsam. Wer bietet mehr?

Wahrnehmungen

Autor: Butschkow am 21.06.2019


Wahrnehmungen

Erinnerungen sind etwas Herrliches und sie gehören jedem ganz persönlich. Trifft man allerdings auf Menschen die sie mit einem teilen, weil sie damals dabei waren, so passiert Erstaunliches: Die Bilder unterscheiden sich. Jeder hat seine eigenen. Ganz sicher bin ich nicht frei von selektiver Wahrnehmung. Mich hatte mal ein Mann von der Kripo als Zeuge befragt. Ich hab geschworen, der Verdächtige trug eine schwarze Lederjacke, in Wirklichkeit trug er einen Lodenmantel. Das hatte mich dermaßen verunsichert, dass ich erst mal in meinem Ausweis nachgeschaut habe, ob ich überhaupt Butschkow heiße. Gestern treffe ich einen guten alten Freund, nach dem zweiten Bier erinnern wir uns schnurrend an alte Zeiten und eine besondere Freundin. Für ihn war sie blond, für mich schwarz. Für ihn war sie schlank, für mich mollig. Für ihn war sie Krankenschwester, für mich Frisörin. Für ihn kam sie aus Spandau, für mich aus Tempelhof. Irgendwann einigten wir uns wenigstens darauf, dass sie eine Frau war. Immerhin. Beim Abschied bat ich ihn, er möge bitte seine Schwester herzlich von mir grüßen. Er hatte nie eine.

BUTSCHKOW – eine zeichnerische Biografie

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Ich habs getan! Gegraben, gesucht, gefunden – und in 160 farbigen Seiten liebevoll und hart gebunden:
BUTSCHKOW – eine zeichnerische Biografie
Butschkow-Cartoons von 1962 – 2019. Inkl. einer kurzweiligen Schilderung meiner Karriere vom ersten Strich bis zum aktuellen Punkt. In limitierter Auflage gedruckt, für alle Fans und Freunde, die viel Spaß daran haben werden. Wie ich.
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Zu beziehen für 20.- Euro, inkl. Porto und Verpackung – und einem Cartoonkartengeschenk (!) – auf Wunsch gern auch handsigniert, über p.butschkow@gmail.com oder per Facebook Nachricht:

1. Mir Bestellung mit Adresse schreiben.
2. Ich schicke Kontonummer.
3. Nach Bezahlung freudig das Werk erwarten.




Kaum zu glauben, aber bald ist 2020.

Kluge Menschen leben im Jetzt – und planen langfristig.
Für alle: Ab Juni rollt die neue Butschkow-Kalenderwelle,
hier an dieser Stelle!



Überleben im Garten von Peter Butschkow ist da!

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Pünktlich zum Frühlingsbeginn gibt es eine lustige Überlebenshilfe für alle Gründäumler!


Im Frühling ein Blütenmeer, im Sommer ein zweites Wohnzimmer – leider auch bei den Nachbarn – im Herbst ein Freiluft-Fitness-Center und im Winter außer Dienst.


Wie Sie und Ihre Pflanzen das ganze Jahr am besten Überleben, das zeigt Peter Butschkow mit seinen erdverbundenen, humorvollen Texten, einem Strauß bunter Cartoons, blumigen Gedichten und knackigen Rätseln.


Peter Butschkow ist ein echtes Berliner Urgewächs mit Sehnsucht nach ländlichem Sauerstoff. Im Jahr 1944 wurde er in Berlin gezüchtet und aufgezogen. Mittlerweile wohnt der Cartoonist und Autor im Norden Deutschlands, in einem Haus mit Garten und Nachbarn. Er versorgt seinen Rhododendron und seine Leser regelmäßig mit Wasser und gutem Humor.