Härtegrad

Autor: Butschkow am 27.05.2018


26. Mai, Champions League Endspiel, Real gegen Liverpool. Co-Kommentator im ZDF ist Olli Kahn, der deutsche Ex-Torwart, vom Volk (oder von BILD?) auch zärtlich „Titan“ genannt. Diesen Titel hatte er sich im Laufe seiner Karriere durch unerschütterliche Härte zwischen den Pfosten hart erarbeitet. Olli kommentiert immer mit erstaunlich sanfter, modellierender Stimme, in der Mimik jedoch ganz der eiserne Tor-Türsteher. Wer hier rein will, muss erst an mir vorbei! An diesem Abend verliert Liverpool durch Verletzung seinen genialen Salah und Minuten später Real den Spieler Carvajal. Beide gehen weinend vom Platz. Zwei Fußballer aus dem Spiel geschossen, weich wie Butter. Die Welt sieht es: Auch Männer haben Gefühle und sind zu öffentlichen Emotionen fähig. Ein hoffnungsvolleres Signal kann man den Frauen in der MeToo-Debatte nicht senden. Nur der Titan ist angewidert. Er sagt sinngemäß: „So was macht man in der Kabine und nicht vor allen Leuten.“ Nun wissen wir es: Olli ist Kabinenschluchzer, vermutlich lacht er – wenn überhaupt – dann auch nur dort. Für solche Emotionen ist in seinem Gesicht kein Platz, schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Am Ende weint auch noch der unglückliche (deutsche) Torwart von Liverpool, der durch seine beiden Patzer das Endspiel entschieden hat. You`ll never walk alone, trauriger Karius. Ohne den Titan, versteht sich.

Früh-Stück

Autor: Butschkow am 25.05.2018


Früh Stück

Wir sind eine kleine, feine Runde, sitzen im Café und frühstücken. Wir schlürfen unseren Kaffee, schälen unsere Eier und beißen in krosse Brötchen – alles aufgefüllt mit fröhlicher Plauderei. Tim ist besonders gut in Form, haute eine lustige Geschichte nach der anderen raus. Wir lachen uns schlapp. Christa benutzt schon Servietten, um ihre Tränen zu trocknen, Olli lacht schon längst nicht mehr, er schreit fast. Es ist unglaublich lustig. Das Ehepaar hinter uns sieht das anders, ihre Mienen werden immer missmutiger, sie fühlen sich von fröhlichen Menschen am Nachbartisch gestört. Dann beschweren sie sich beim Service. Man bittet uns höflich, doch etwas leiser zu sein. Wir lachen jetzt leise. Das gefällt ihnen auch nicht, sie beschweren sich wieder. Wir würden uns über sie lustig machen. Wir flüstern jetzt. Das ist zu viel. Die beiden zahlen mit eisigen Mienen und gehen. Tim ruft ihnen noch: „Sie haben Ihren Humor vergessen“ hinterher. Wir lachen wieder hemmungslos.

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Butschkow auf boersenblatt.net

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Willkommen in Bad Butschkow Cartoonist Peter Butschkow präsentierte seine Werke in Bad König – in den Schaufenstern der Geschäftswelt. Die Idee zu dieser ganz besonderen Ausstellung kam von der Buchhandlung Paperback. PETRA GASS

Eine kleine Gruppe von Passanten bummelt von Geschäft zu Geschäft – und bricht vor jedem Schaufenster in lautes Gelächter aus. Selten ist ein Stadtbummel im kalten Januar so heiter. Anlass zur Freude sind dabei die Cartoons von Peter Butschkow in Bad König im Odenwald. Der Cartoonist aus Langenhorn bespielte das Kurstädtchen vier Wochen lang mit einer Auswahl seiner besten Bilderwitze.



Das Buch: Rebecca, Roswitha und die wilden Siebziger

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Oops! I dit it! Mein Debütroman ist geschrieben und im Buchhandel erhältlich. 360 Seiten und 483 Gramm schwer, aber liest sich leicht „wie Butter“ (Til Mette). Eine kuriose Geschichte, die wiederum unzählige bunte und schräge Geschichten in sich trägt. Die Älteren werden lachend an die alten, irren Zeiten denken, die Jüngeren über die irren Alten dieser Zeit lachen. Ein generationsübergreifendes Buch also: Lachen ohne Altersbeschränkung. Jugendliche unter 16 Jahren allerdings nur in Gegenwart ihrer Eltern.


Peter Butschkow „Rebecca, Roswitha und die wilden Siebziger“ Die Geschichte eines Betruges  –   HIER BESTELLEN


Erschienen im konkursbuch Verlag Claudia Gehrke ISBN 978-3-88769-588-0