Weicher Stuhl

Autor: Butschkow am 22.03.2019


weicher Stuhl

„Das Mittel mit dem Stuhlweichmacher-Effekt?“ Ich denke, das hat sie jetzt nicht gesagt, die sanfte Frauenstimme im Werbespot im Fernsehen? Soll ich mir jetzt um 19:48 Uhr auf meinem Sofa mit meinem Teller Schnittchen und einem Glas Bier einen Darmausgang vorstellen? Es reicht mir schon, wenn ich mir in dieser begehrten Sendezeit der werbenden Pharmaindustrie andauernd Schrunden, Blutungen, Entzündungen, Blähungen, Hautunreinheiten oder Verkalkungen antun muss. Jetzt auch noch einen weichen Stuhl? Ja, geht´s noch? Die koten mir in mein Abendbrot - na, ist doch wahr. Diese unappetitlichen Bilder kann auch die wohlgebaute Bikini-Schönheit, die immer im Namen eines Diätmittels den Strand entlang joggt, in mir nicht lindern. Die Pharmaindustrie verliert langsam in ihrer Gier nach den fetten Börsen der Alten jede Scham. Früher hat man allein schon bei dem Namen „Tampon“ verlegen gehüstelt und beim Prostata-Präparat ist man vor Scham ganz gelb geworden. Bald zeigen sie uns den Pickel und die Viagra-Erektion voll in 3D! Das fehlt noch.

Tisch für sechs Personen

Autor: Butschkow am 14.03.2019


Aalessen

„Müller, guten Tag, ich möchte für nächsten Samstag einen Tisch für sechs Personen zum Aal-Essen reservieren.“ Der Anruf kommt, wie ich auf dem Display sehe, aus Göppingen und erreicht mich auf meinem Sofa. Erst bin ich verdutzt, dann frage ich: „Zum Aal-Essen? Okay, ja...also wo möchten Sie denn gerne sitzen?“ „Wenn es geht, gerne am Fenster“, antwortet der Mann. Ich überlege einen Moment, dann sage ich: „Das lässt sich machen, einen Moment mal, ich schaue kurz mal nach“ und nehme mir ein bisschen Zeit für einen kräftigen Schluck von meinem Bier. Danach bestätige ich: „Geht klar. Zu wann wünschen Sie den Tisch?“ Kurze Pause, dann: „19 Uhr?“ „Beschte Krom“, sage ich, so wie man hier oben in Nordfriesland sagt, wenn der Kram in bester Ordnung ist. Herr Müller legt mit einem „Vielen Dank, dann bis Samstag“ zufrieden auf. Ich entspanne mich wieder auf meinem Sofa und stelle mir amüsiert vor, wie der Mann mit Gefolge am Samstag in dem vollbesetzten Gasthof nach seinem bestellten Tisch fragt. Sorry, aber wer sich verwählt den bestraft der Komiker.

Aus Bad König wird wieder Bad Butschkow

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Zwei Zeichner, ein Gen-Pool: Onkel Peter Butschkow und Neffe Ralf Butschkow. Der Cartoonist und der Kinderbuchillustrator, zum ersten Mal vereint in einer dualen Ausstellung ab 26. Mai in Bad König (anlassmäßig in dieser Zeit in „Bad Butschkow“ umgetauft) im schönen Odenwald. Ein Feuerwerk der Striche, ein Genuss für alle Freunde der Zeichenkunst. Herzlich Willkommen in Bad Kö...ähm...Bad Butschkow!

26. Mai 2019 ab 11 Uhr Kinderbuchillustrationen von Ralf Butschkow und um 19.30 Uhr Peter Butschkows neue Cartoonshow, alles in der Rathausgalerie am Schloßplatz.





Kaum zu glauben, aber bald ist 2020.

Kluge Menschen leben im Jetzt – und planen langfristig.
Für alle: Ab Juni rollt die neue Butschkow-Kalenderwelle,
hier an dieser Stelle!

























Überleben im Garten von Peter Butschkow ist da!

Überleben im Garten | ueberleben_1.jpgÜberleben im Garten | ueberleben2_1.jpg

Pünktlich zum Frühlingsbeginn gibt es eine lustige Überlebenshilfe für alle Gründäumler!


Im Frühling ein Blütenmeer, im Sommer ein zweites Wohnzimmer – leider auch bei den Nachbarn – im Herbst ein Freiluft-Fitness-Center und im Winter außer Dienst.


Wie Sie und Ihre Pflanzen das ganze Jahr am besten Überleben, das zeigt Peter Butschkow mit seinen erdverbundenen, humorvollen Texten, einem Strauß bunter Cartoons, blumigen Gedichten und knackigen Rätseln.


Peter Butschkow ist ein echtes Berliner Urgewächs mit Sehnsucht nach ländlichem Sauerstoff. Im Jahr 1944 wurde er in Berlin gezüchtet und aufgezogen. Mittlerweile wohnt der Cartoonist und Autor im Norden Deutschlands, in einem Haus mit Garten und Nachbarn. Er versorgt seinen Rhododendron und seine Leser regelmäßig mit Wasser und gutem Humor.