Kuckuck

Autor: Butschkow am 23.03.2018


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Ich lerne Yuma Nakahito kennen, Ingenieur aus Tokio. Sympathischer Mann, der sogar gut Deutsch kann. Ob er Urlaub macht in Deutschland? Nein, er sei Entwicklungshelfer. „Auf der Durchreise?“, frage ich. „Nein, Deutschland“, antwortet er. Ich verstehe nicht ganz. Nun, er würde uns Deutschen helfen. „Wobei?“, frage ich leicht verstört nach. „Beim Bau von fahrtüchtigen, modernen Zügen, z.B.“, antwortet er, auch von Flughäfen und Bahnhöfen. Kollegen würden speziell in der Rüstungsindustrie helfen, U-Boote und Panzer und so. Überall sei dringender Bedarf an guter, ausländischer Ingenieurskunst. „Ich bitte Sie“, sage ich beleidigt, „wir bauen die besten Autos der Welt.“ Er grinst breit: „Ja, Diesel.“ „Hallo? Und der Thermomix, hä?“, hake ich nach. Er lacht seltsam. „Aber die deutsche Kuckucksuhr!“ schreie ich verzweifelt. Er hebt beide Daumen nach oben. Na, endlich.

Hingabe

Autor: CIS am 16.03.2018


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Es ist noch nicht lange her, da las ich auf dem Sprinter eines Handwerkers in schlichten Buchstaben: „Max Müller. Installateur.“ Vorbei, vorbei, dass Handwerk hat viel gelernt. Heute liest man: „Wir lieben Abflüsse. Kompetenzteam Max Müller.“ Der Gärtner schreibt: „Andere machen den Garten. Wir erfüllen Gartenträume.“ Der Hausmeister ist „Hausmeister mit ganzer Leidenschaft“ und der Heizungsbauer verspricht „Wo andere aufgeben, fangen wir erst an“. Das Bild vom mürrischen, unzuverlässigen Handwerker verblasst, an seine Stelle tritt nun der mit Leib und Seele engagierte Fachmann, dem einzig und allein ein rundum zufriedener Kunde sein Herzenswunsch ist. Gestern lese ich in einem Schaufenster: „Brot - und Brötchen-Designer mit Enthusiasmus. Ihr Bäcker liebt sie.“ Ich gehe rein und kaufe mir eine Brezel. Sie hängt jetzt eingerahmt bei mir Zuhause an der Wand.

Lesung aus den wilden Siebzigern in Tübingen

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„… das liest sich ja wie Butter! Ich habe angefangen und wollte nicht aufören …“ (Til Mette): Der Vortragskünstler und bekannte Cartoonist Peter Butschkow liest aus seinem Debüt „Rebecca, Roswitha und die wilden Siebziger“. Ein beschwingter Roman über große Gefühle in einer durchgeknallten Zeit. Mit Witz, Ironie und tieferer Bedeutung entwirf Peter Butschkow in seinem ersten Roman einen kuriosen Mikrokosmos schräger Typen auf der Suche nach Freiheit, Lust und Liebe. Vor dem Hintergrund eines irrwitzigen Täuschungsmanövers entfaltet sich dabei ein so farbenfrohes wie kurzweiliges Zeitporträt. Ein Panorama der 60er- und frühen 1970er-Jahre in komödiantischer Form, das weniger vom „Äußeren“, den politischen Ereignissen handelt, sondern von „typischen“ Menschen erzählt und die Atmosphäre hautnah zum Leben erweckt.

Donnerstag, 26. April 2018, 18 UhrStadtmuseum Tübingen, Kornhausstraße 10, 72070 Tübingen







Lesung auf der Leipziger Buchmesse im Literatur-Café

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Leipziger Buchmesse, Samstag 16:30 Uhr im Literatur-Café. Sieht das so aus, als würde mir jemand zuhören? Irrtum. Ich glaube, ich hätte auch die Bedienungsanleitung meiner neuen Obstpresse vorlesen können, hätte keiner gemerkt. Das Messepublikum ist einfach nur froh, endlich mal sitzen zu können und registriert das Gelaber des Vorlesers, im Arrangement mit all den anderen permanenten Nebengeräuschen in der Messehalle, offenbar als entspannende Chill-Book-Fair-Music. Ich hab sie danach alle behutsam geweckt.

















Butschkow auf boersenblatt.net

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Willkommen in Bad Butschkow Cartoonist Peter Butschkow präsentierte seine Werke in Bad König – in den Schaufenstern der Geschäftswelt. Die Idee zu dieser ganz besonderen Ausstellung kam von der Buchhandlung Paperback. PETRA GASS

Eine kleine Gruppe von Passanten bummelt von Geschäft zu Geschäft – und bricht vor jedem Schaufenster in lautes Gelächter aus. Selten ist ein Stadtbummel im kalten Januar so heiter. Anlass zur Freude sind dabei die Cartoons von Peter Butschkow in Bad König im Odenwald. Der Cartoonist aus Langenhorn bespielte das Kurstädtchen vier Wochen lang mit einer Auswahl seiner besten Bilderwitze.



Das Buch: Rebecca, Roswitha und die wilden Siebziger

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Oops! I dit it! Mein Debütroman ist geschrieben und im Buchhandel erhältlich. 360 Seiten und 483 Gramm schwer, aber liest sich leicht „wie Butter“ (Til Mette). Eine kuriose Geschichte, die wiederum unzählige bunte und schräge Geschichten in sich trägt. Die Älteren werden lachend an die alten, irren Zeiten denken, die Jüngeren über die irren Alten dieser Zeit lachen. Ein generationsübergreifendes Buch also: Lachen ohne Altersbeschränkung. Jugendliche unter 16 Jahren allerdings nur in Gegenwart ihrer Eltern.


Peter Butschkow „Rebecca, Roswitha und die wilden Siebziger“ Die Geschichte eines Betruges  –   HIER BESTELLEN


Erschienen im konkursbuch Verlag Claudia Gehrke ISBN 978-3-88769-588-0