Mount Linde

Autor: CIS am 07.05.2018


Mount Linde

Er fährt in einem schweren, schwarzgrünen Pick-Up vor. Sein Overall ist in den gleichen Farben, darauf lese ich „Joe Hansen. Tree-Climber.“ Gärtner ist out. Sein Händedruck ist kräftig, seine Worte auch. Er taxiert meine Bäume und markiert mir mit dem Hand-Laser genau, wo sie beschnitten werden müssen. „Dort und da – sehen Sie? – muss alles weg.“ Ich bin schwer beeindruckt. Er lässt mir einen Kostenvoranschlag da. Ups – okay. Nächste Woche ist er wieder da mit zwei Sherpas, alle in Schwarzgrün. Er braucht etwas Zeit, um sich das Geschirr anzulegen, dann steigt er angeseilt in die Linde. Seine Sherpas sichern unten und liefern ihm die Motorsäge ins Basislager. Es kracht und bricht im Geäst, er muss den Wipfel erreicht haben. Die Sherpas applaudieren. Dann hagelt es abgesägte Äste in allen Größen. Ich stelle inzwischen den Champagner kalt. Stand so im Kostenvoranschlag.

Armes Würstchen

Autor: Butschkow am 28.04.2018


Mit Biss

Ich stehe in der Tankstelle an der Kasse und warte bis ich bezahlen kann. Mein Blick geht rüber zum Buffet mit den belegten Brötchen – daneben steht ein durchsichtiger, dampfgefüllter Behälter mit drei graubraunen, schlaffen Würstchen. Als ich an der Reihe bin, bezahle ich dass Benzin, zeige auf den Behälter und sage dann: „Ein heißes Würstchen bitte!“ Der Kassierer wird leichenblass. Hinter mir verstummen die Stimmen. Der Kassierer stammelt: „Sie...äh...wollen die doch nicht ernsthaft...äh...essen?!“ „Wieso nicht?“, frage ich zurück. „Mein Gott, Sie Verzweifelter!“ Eine alte Frau streichelt mich an der Schulter: „Ich hab Hunger kennengelernt. Ich weiß, man isst alles.“ „Tut doch was!“, schreit eine junge Frau. „Holt einen Priester!“ ruft einer. Da erlöse ich sie: „Leute, war doch nur´n Spaß!“ Die Erleichterung steht allen ins Gesicht geschrieben.

Lesung auf der Leipziger Buchmesse im Literatur-Café

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Leipziger Buchmesse, Samstag 16:30 Uhr im Literatur-Café. Sieht das so aus, als würde mir jemand zuhören? Irrtum. Ich glaube, ich hätte auch die Bedienungsanleitung meiner neuen Obstpresse vorlesen können, hätte keiner gemerkt. Das Messepublikum ist einfach nur froh, endlich mal sitzen zu können und registriert das Gelaber des Vorlesers, im Arrangement mit all den anderen permanenten Nebengeräuschen in der Messehalle, offenbar als entspannende Chill-Book-Fair-Music. Ich hab sie danach alle behutsam geweckt.

















Butschkow auf boersenblatt.net

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Willkommen in Bad Butschkow Cartoonist Peter Butschkow präsentierte seine Werke in Bad König – in den Schaufenstern der Geschäftswelt. Die Idee zu dieser ganz besonderen Ausstellung kam von der Buchhandlung Paperback. PETRA GASS

Eine kleine Gruppe von Passanten bummelt von Geschäft zu Geschäft – und bricht vor jedem Schaufenster in lautes Gelächter aus. Selten ist ein Stadtbummel im kalten Januar so heiter. Anlass zur Freude sind dabei die Cartoons von Peter Butschkow in Bad König im Odenwald. Der Cartoonist aus Langenhorn bespielte das Kurstädtchen vier Wochen lang mit einer Auswahl seiner besten Bilderwitze.



Das Buch: Rebecca, Roswitha und die wilden Siebziger

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Oops! I dit it! Mein Debütroman ist geschrieben und im Buchhandel erhältlich. 360 Seiten und 483 Gramm schwer, aber liest sich leicht „wie Butter“ (Til Mette). Eine kuriose Geschichte, die wiederum unzählige bunte und schräge Geschichten in sich trägt. Die Älteren werden lachend an die alten, irren Zeiten denken, die Jüngeren über die irren Alten dieser Zeit lachen. Ein generationsübergreifendes Buch also: Lachen ohne Altersbeschränkung. Jugendliche unter 16 Jahren allerdings nur in Gegenwart ihrer Eltern.


Peter Butschkow „Rebecca, Roswitha und die wilden Siebziger“ Die Geschichte eines Betruges  –   HIER BESTELLEN


Erschienen im konkursbuch Verlag Claudia Gehrke ISBN 978-3-88769-588-0